Über Uns

Wer wir sind

|von Susanne Lorch

Die A•A•H Baden-Württemberg wurde im Jahr 1998 gegründet.
Unsere Mitglieder – Berufsschäfer, Hobbyschafhalter und private Halter Altdeutscher Hütehunde – haben es sich zur Aufgabe gemacht, die außerordentlich leistungsfähigen und teilweise bereits vom Aussterben bedrohten Hütehundschläge zu erhalten. Dazu gehört die Erfassung der Vertreter ihres Schlags in einem bundesweit angelegten Zuchtbuch, sowie die Zucht und Haltung dieser Tiere bei Berufsschäfern.
Gerne können Sie sich bei Hütewettbewerben oder anderen Veranstaltungen rund um die Themen Landschaftspflege, Arbeitshunde und Schäferei ein Bild von uns und unserer Arbeitsgemeinschaft machen – oder Sie besuchen uns auf einer unserer zweimal jährlich stattfindenden Mitgliederversammlungen – auch wenn Sie (noch) kein Mitglied sind.

Ganz Am Anfang . . .

| von Susanne Lorch

Herbert Schaible beim SV-AAH Freundschaftshüten, Loßburg 2009, Foto: Susanne Lorch

… lud Schäfermeister Herbert Schaible, zu der Zeit Bundes­kassenwart der noch losen Arbeits­gemeinschaft von fünf A•A•H-Landesverbänden, Kollegen und Interessierte in das Gasthaus „Zur Krone“ in Hermaringen (Landkreis Heidenheim) ein. Trotz widrigster Wetter­verhältnisse an diesem 5. Dezember 1998, kamen zwölf Personen aus allen Himmels­richtungen des Landes zur Geburtsstunde der A•A•H Baden-Württemberg angereist.
Günter Tschierschke leitete die erste Versammlung, in der umgehend wichtige Sach­themen besprochen und in die Wege geleitet wurden. Die Anwesenden nutzten den Abend für einen regen Informations­austausch. Damals wurde wohl auch der Grundstein dafür gelegt, dass unsere Mitglieder­versammlungen traditionell bis weit in die Nacht andauern.
Von 1998 – 2006 bekleidete Herbert Schaible das Amt des 1. Vorsitzenden. Nach einer kurzen Pause ist er seit 2009 wieder Mitglied unseres Vorstands.

Günter Tschierschke beim Hüten in Hermaringen, Foto: Moni Bausch

Günter Tschierschke war bis 2005 als Zuchtwart unentwegt für die Ziele der A•A•H unterwegs. Er brachte sich bis kurz vor seinem Tod im Oktober 2011 aktiv in die Arbeit unseres Landes­verbands ein. Selbst für manch’ „alten Hasen“ war er eine wertvolle Quelle an Wissen und Erfahrung. Außerdem wurde er gerne als fachkundiger Richter zu zahlreichen Leistungs­hüten und den Bundes­hüten der A•A•H und des VDL eingeladen.
Joachim Häuber führte von 1999 bis 2005 die Kasse unseres Landes­verbands und bewahrte stets den Überblick über unsere Finanzen. Dank seiner tadel­losen Kassen­berichte wurde ihm stets die einstimmige Entlastung durch die Mitglieder­versammlungen erteilt.
Herbert Schaible, Günter Tschierschke und Joachim Häuber – sozusagen die Väter des LV Baden-Württemberg – wurden zum Ausdruck der Anerkennung und des Danks für ihr unermüdliches Engagement von den Mitglieder­versammlungen zu Ehren­mitgliedern benannt.

Ute Svensson mit Holzapfel’s Baff um Weihnachten im Badischen, Foto: Schäferei Svensson-Müller

Heute zählt die A•A•H Baden-Württemberg knapp 100 Mitglieder, mehr als die Hälfte davon sind Schäfer im Vollerwerb. Tagtäglich sind sie darauf angewiesen mit arbeitswilligen, robusten Hunden ihrem Beruf nachgehen zu können.
Der verbleibende Anteil unserer Mitglieder setzt sich aus Schaf­haltern im Nebenerwerb, Hobby-Schafhaltern und privaten Haltern Altdeutscher Hütehunde zusammen.

Von März 2009 bis November 2025 war Schäfermeisterin Ute Svensson 1. Vorsitzende der A•A•H Baden-Württemberg.
Ute Svensson bewirtschaftet ihre Flächen in Hüte­schaf­haltung im Vollerwerb und hält und züchtet Strobel .

Durch die Vorstandswahlen im November 2025 konnten wir ein paar unserer „jungen“ Mitglieder in den Vorstand wählen, was uns in Zukunft leiten wird.

In der Regel halten wir zweimal im Jahr Mitglieder­versammlungen ab. Diese werden hier auf unserer Homepage unter der Rubrik Termine, auf der Website des A•A•H-Bundesverbands sowie unter der Rubrik „Termine“ in der Fachzeit­schrift „Deutsche Schafzucht“ angekündigt. Mitglieder erhalten eine schriftliche Einladung.

Wo man uns trifft

Schäferlauf

In Baden-Württemberg gehören die Schäferlauf-Veranstaltungen zu den traditionsreichsten Brauchtumsfesten der Schäferzunft. Erste schriftliche Hinweise auf den Schäferlauf in Markgröningen reichen bis in das Jahr 1593.
Da die in allen Regionen des Landes verstreuten Schäfer Probleme hatten sich am Bartholomäustag (24. August) in Markgröningen zu treffen, wurden 1723 in Bad UrachHeidenheim an der Brenz und Wildberg Nebenladen (Erläuterung Nebenlade) eingerichtet.
Alljährlich finden seitdem in Markgröningen und Heidenheim (bis 2009), sowie im jährlichen Wechsel zwischen Wildberg und Bad Urach diese Feiern statt. Im Rahmen des Festprogramms wird dabei unter reger Beteiligung unserer aktiven Wettbewerbshüter ein Leistungshüten ausgetragen. Veranstalter dieses Hütewettbewerbs ist der Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg e.V. Es qualifiziert den Sieger zur Teilnahme an den Bundesleistungshüten der A•A•H bzw. der VDL (Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände).
In unserem Berichte-Archiv finden Sie eine Übersicht zurückliegender Hüteveranstaltungen. Und die aktuellen Termine finden Sie natürlich in unserem Veranstaltungskalender.

Freundschaftshüten

Die A•A•H Baden-Württemberg pflegt unter anderem freundschaftliche Kontakte zur A•A•H Bayern und zur Landesgruppe Württemberg des Vereins für Deutsche Schäferhunde e.V.
Im Juli 2009 konnten erstmals Teilnehmer aus Bayern und Baden-Württemberg während des Landesleistungshütens des Deutschen Schäferhunde-Vereins in Loßburg (Schwarzwald) ein Freundschaftshüten mit ihren Altdeutschen Hütehunden austragen.
Seitdem fanden weitere freundschaftliche Hütewettbewerbe unter eigener Federführung oder auf Einladung des SV LG Württemberg statt.
Berichte davon, sowie eine Auswahl an Bildern dieser Veranstaltungen finden Sie auch in unserem Berichte-Archiv.

Bei der Herde

Die meiste Zeit verbringen unsere Berufsschäfer natürlich mit ihren Tieren und so werden Sie einen oder eine „von uns“ am ehesten bei ihrer Herde antreffen.
Während des Hütens leisten Schäfer den größten Anteil der „Öffentlichkeitsarbeit“, die notwendig ist, um das Wissen um die Leistungen der Berufsschäferei für Landschaft und Gesellschaft nach außen zu tragen.
Das oftmals idyllische Bild – Schäfer, Hütehund und Schafherde im Einklang mit der Natur – zeigt die schöne Seite dieses Berufes. Im Gespräch mit Spaziergängern müssen oftmals Eindruck und Wirklichkeit wieder ins richtige Lot gebracht werden.
Mit der Entwicklung der Schäferzunft hängt auch der weitere Erhalt der Altdeuschen Hütehunde als Arbeitshunde unmittelbar zusammen, denn Hüten ist ihr Metier.

In Memoriam

Nachruf auf unseren Gründervater und Ehrenzuchtwart, erschienen in der Zeitschrift „Deutsche Schafzucht“, November 2011

Nachruf Günter Tschierschke, Deutsche Schafzucht November 2011

Texte verfasst von Susanne Lorch